4_Jutta Christ – Mond und Venus

Corona, Tag 43, Sonntag 26.April 2020
Ich weiß nicht warum ich nicht, wie allabendlich, vor dem Schlafengehen noch aus dem Schlafzimmerfenster einen Blick, Richtung Süden, auf das schlafende Dorf warf. Heute trat ich, einem plötzlichen Impuls folgend, hinaus auf den Balkon.
Der Garten, die Feldflur und der den Horizont begrenzende Wald, hinter dem zu anderen Zeiten das Lichtermeer des Flughafens Hahn den Himmel erleuchtet, lagen schwarz unter dem dunklen Firmament,
und – wie unwirklich – die liegende Sichel des jungen Mondes tief über dem nordwestlichen Horizont,  das helle Licht rechts darüber kam nicht etwa von einem startendes Flugzeug, nein, dort strahlte die Venus, der Abendstern!
Lange stand ich und konnte die Augen nicht abwenden. So viel Schönheit, Größe, Harmonie in der vollkommenen Stille der Nacht, die das leise Quaken des einsamen Froschs in meinem Gartenteich melodisch untermalte.
J.Christ  

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