Rosalia Stancu
28_Rosalia Stancu – Allein im Garten
Friedrich Schmidtmeier
27_Friedrich Schmidtmeier – Rückkehr der Dinosaurier
Jutta Lamkowski

25_Jutta Lamkowski – Love is in the air

Margit Wehle-Heich
24_Margit Wehle-Heich – Zwischenwelten
Rosalia Stancu
23_Rosalia Stancu – Der Regen kommt
Jutta Lamkowski
20_Jutta Lamkowski – Frühlingserwachen
Margit Wehle-Heich
17_Margit Wehle-Heich – Schachmatt
Wolfgang Deininger
12_Wolfgang DeiningerWetter zum Weinen
Veronika Neumann
11_Veronika Neumann – Wintertage

Sigrid Kiefer
10_Sigrid Kiefer – Der Börsenbulle

Sigrids Börsenbulle

In dieser besonderen Zeit, wo das öffentliche aber auch insbesondere das kulturelle Leben stillsteht, frage ich mich: „Wohin mit meiner Kunst, meiner Kreativität und meinen Ideen“? 

Die Malerei, die mich schon oft in schweren Zeiten getragen hat, findet derzeit leider nur wenig Aufmerksamkeit. Die Pandemie lässt keine Ausstellungen zu.

Meine Bilder sind fast im ganzen Haus verteilt, hängen und stapeln sich auf fast über 100 qm.

Um meine Kunst in die digitale Welt zu verlegen und somit meine Bilder im Internet zu präsentieren, fehlt mir das Knowhow. Dennoch habe ich auch nicht das Gefühl, dies mit meinen fast 80 Jahren unbedingt noch erlernen zu müssen. Ich bin dankbar mit meinem Smartphone umgehen und somit Kontakte halten zu können.

In den letzten Monaten sind einige Bilder entstanden, denn Zeit gab es ja genug. Sehr inspirierend und auch herausfordernd war die Gelegenheit, einen Börsenstier auf Leinwand mit sehr großem Format zu bringen. Der Wunsch nach diesem Motiv hatte mein Enkel an mich herangetragen, der sich in der Welt der Aktien ein Stück weit beheimatet fühlt. Mit seinem Wunsch gab er mir auch direkt eine Vorlage des Motivs. Die Farben waren sehr dominant, der Stier strahlte Kraft und Dynamik aus und wurde durch einen Sprung imposant in Szene gesetzt.  Kurz um, das Bild sprach mich sofort an, vielleicht auch, weil es das erste Motiv dieser Art war. 

Nun ging es an die Arbeit. Ich machte mich auf die Suche nach einem preisgünstigen Keilrahmen in der Größe 140 cm x 70 cm. Diesen gefunden, nahm ich Pinsel und Farbe zur Hand. Die Herausforderung, dieses Motiv auf Leinwand zu bringen, bestand in der Größe der Leinwand. Diese war größer als mein Tisch, der mir schon immer als „Malunterlage“ diente. Aus gesundheitlichen Gründen war es mir bislang nicht möglich, an der Staffelei zu stehen. 

Doch ich nahm die Herausforderung an und machte mich mit großer Freude und Spannung, was daraus entstehen würde, ans Werk. In der derzeitigen Situation bin ich froh, dieses Hobby zu haben, denn es hilft mir über die Zeit hinweg, in der vieles nicht möglich ist. So habe ich eine Aufgabe, die mir zugleich große Freude bereitet und Ausdruck meiner künstlerischen Kreativität bringt. 

Entstanden ist ein schönes Werk, mit interessanter Farbgebung und wie schon erwähnt, einer besonderen Größe. Mit kritischem Auge hat es mich sehr zufrieden gemacht und ich bin ein wenig Stolz, erneut mit Pinsel und Farbe etwas auf eine Leinwand gebracht zu haben.

Nun hoffe ich, meinem Enkel eine Freude damit gemacht zu haben und allen anderen Betrachtern dieses Bildes.

Sigrid Kiefer